Feindbild und Vorbild

Die athenische Demokratie und ihre intellektuellen Gegner

Author: Uwe Walter,Ivan Jordović

Publisher: Walter de Gruyter GmbH & Co KG

ISBN: 3110605619

Category: History

Page: 343

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Lebte die athenische Demokratie ganz aus ihrer täglichen Praxis und kam sie deshalb ohne theoretische Begründung oder gar Ideologie aus? Und lebten ihre Kritiker nur in ihrer eigenen Oppositionswelt oder haben sie Konzepte, Vorstellungen und Ideen der ungeliebten Ordnung übernommen? Der Sammelband stellt zunächst Elemente der demokratischen Ideologie in Athen vor; ferner werden systematische Aspekte des demokratiekritischen bzw. antidemokratischen Diskurses erörtert. Fünf Fallstudien behandeln Schriften – von Pseudo-Xenophon bis Aristoteles –, deren Autoren der Demokratie feindlich oder zumindest kritisch gegenüberstanden. Zwei abschließende Aufsätze verfolgen Argumente und Traditionslinien antidemokratischen Denkens, bis hin zum Postulat einer angeblich natürlichen Ungleichheit und eines Rechts des Stärkeren, bis ins 19. Jahrhundert bzw. die Zeit vor und nach dem 1. Weltkrieg. Insgesamt ergibt sich ein neues, wesentlich differenzierteres Bild der argumentativen Verschränkung von Verteidigern und Gegnern der (athenischen) Demokratie. Das ist auch für die Diskussion um eine Krise der modernen Demokratien von Bedeutung, die häufig historisch unzureichend geerdet erscheint.

The Star of Bethlehem and the Magi

Interdisciplinary Perspectives from Experts on the Ancient Near East, the Greco-Roman World, and Modern Astronomy

Author: George H. van Kooten,Peter Barthel

Publisher: BRILL

ISBN: 9004308474

Category: Religion

Page: 720

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This book reports the results of the first ever multidisciplinary scientific conference dealing with the Star of Bethlehem, presenting the views of renowned specialists in astronomy, the ancient near-eastern and Greco-Roman worlds, and the history of science and religion.

Sokrates bei Xenophon

Author: Olga Chernyakhovskaya

Publisher: BoD – Books on Demand

ISBN: 382336863X

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 292

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Das Buch bietet eine systematische Untersuchung der Ansichten des Sokrates bei Xenophon. Die so genannten sokratischen Schriften Xenophons werden als autonome intellektuelle Ereignisse ernst genommen und analysiert. So gibt die Arbeit nicht nur eine umfassende Darstellung des Xenophontischen Sokrates, wie sie bisher noch nicht zu finden ist, sondern sie stellt auch eine solide Ausgangsposition für einen vertiefteren Vergleich zwischen dem Xenophontischen und dem Platonischen Denken zur Verfügung.

Wissensformate in den Medien

Analysen aus Medienlinguistik und Medienwissenschaft

Author: Sylvia Jaki,Annette Sabban

Publisher: Frank & Timme GmbH

ISBN: 3732902013

Category:

Page: 348

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Unser Wissen beziehen wir heute zu einem großen Teil aus den Medien, und unser Bild von der Welt ist somit ganz wesentlich medial geprägt. Unterschiedlichste Wissensformate haben sich herausgebildet, die sich zum Ziel setzen, Sach- und Fachwissen für ein breiteres Publikum, darunter auch Kinder und Jugendliche, aufzubereiten. Wissensdokus, Wissensmagazine und weitere Angebote nutzen die jeweiligen medienspezifischen Gestaltungsmöglichkeiten, kombinieren insbesondere Sprache, Stand- oder Bewegtbild, Musik und Geräusch zu einem multimodalen Produkt und erproben in unterschiedlicher Weise den Spagat zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung. In 15 medienlinguistischen und medienwissenschaftlichen Beiträgen bietet der Band Einblicke in Macharten und Darstellungskonventionen von Wissensformaten im Print- und TV-Bereich sowie in den Neuen Medien.

Kyrupädie

Author: Xenophon

Publisher: N.A

ISBN: N.A

Category:

Page: N.A

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Cavour und Bismarck

Zwei Staatsmänner im Spannungsfeld von Liberalismus und Cäsarismus

Author: Gian Enrico Rusconi

Publisher: Walter de Gruyter

ISBN: 3486719335

Category: History

Page: 176

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Otto von Bismarck und Camillo Cavour gelten als Gründer des deutschen und italienischen Nationalstaats im 19. Jahrhundert. Gian Enrico Rusconi zeigt, wie der eine im stetigen Konflikt mit dem Parlament, aber mit Hilfe des mächtigen preußischen Heeres, der andere aus der Kraft des piemontesischen Parlaments heraus und mit Unterstützung des französischen Kaisers Napoleon III. die Bildung der Nationalstaaten vorantrieb. Dabei spannt er den Bogen von der orientalischen Krise 1853 bis zum preußisch-österreichisch-italienischen Krieg 1866, mit dem Bismarck die kriegerische Reichsgründungsphase begann. Im Umgang mit den Liberalen und der Presse gaben sich beide Staatsmänner „diktatorisch“ oder „cäsaristisch“, wie schon die Zeitgenossen urteilten. „Meisterhaft arbeitet Rusconi in seiner übersichtlich gegliederten und klar formulierten Studie die wichtigsten Unterschiede und Übereinstimmungen der beiden Einigungsprozesse heraus. Zu den auffälligsten Unterschieden gehört das Verhältnis der beiden Staatsmänner zu ihren Parlamenten: Dem Konfliktminister Bismarck stand der auf eine breite parlamentarische Mehrheit gestützte Cavour gegenüber. Zu den wichtigsten Übereinstimmungen zählte die selbstverständliche Bereitschaft zum Einsatz des Krieges im Dienste der nationalpolitischen Ziele.“ Volker Sellin Die Übersetzung des Buchs wurde gefördert von SEPS - Segretariato Europeo per le Pubblicazioni Scientifiche.

Disputation, Deklamation, Dialog

Medien und Gattungen europäischer Wissensverhandlungen zwischen Scholastik und Humanismus

Author: Anita Traninger

Publisher: Franz Steiner Verlag Wiesbaden gmbh

ISBN: 9783515102506

Category: Literary Collections

Page: 332

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Die epistemologische Wende der Renaissance gruendet unweigerlich auf Institutionen und Organisationsformen von Wissen, die sich als stabil gerieren. Sie modifizieren ihre Mechanismen nur in langsamen Umwälzungsprozessen, die einer anderen Zeitlichkeit folgen als die Programm- und Kontroversschriften. So bleibt die in der Scholastik ausgeprägte Disputation weiter ubiquitäre und zugleich ephemere Verhandlungsform von Wissen, die Dialektik weiterhin neben der neu aufstrebenden Rhetorik verbindliche Argumentationslehre. Anita Traninger geht der Frage nach, in welcher Weise die Disputation die Herausbildung der von Humanisten präferierten Gattungen des theoretischen Diskurses prägte, allen voran der Deklamation und des Dialogs. Sie leistet damit einen dezidiert literaturwissenschaftlichen, komparatistisch angelegten Beitrag zur Wissensgeschichte der Vormoderne.

Dissoi Logoi. Zweierlei Ansichten

Ein sophistischer Traktat. Text - Übersetzung - Kommentar

Author: Peter Scholz,Alexander Becker

Publisher: Walter de Gruyter

ISBN: 3050047798

Category: Philosophy

Page: 165

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Die Dissoi Logoi - "Zweierlei Ansichten" - sind ein kurzer Traktat, der als Anhang zu den Schriften des kaiserzeitlichen Skeptikers Sextus Empiricus überliefert wurde. Der von einem anonymen Autor wahrscheinlich an der Wende vom 5. zum 4. Jh. verfaßte Text gibt einen einzigartigen Einblick in die Debatten und den Unterricht der Sophisten.

Brody

eine galizische Grenzstadt im langen 19. Jahrhundert

Author: Börries Kuzmany

Publisher: N.A

ISBN: 9783205787631

Category: Austria

Page: 406

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Thukydides und die Verfassung der Polis

Ein Beitrag zur politischen Ideengeschichte des 5. Jahrhunderts v. Chr.

Author: Hartmut Leppin

Publisher: Walter de Gruyter

ISBN: 3050048212

Category: History

Page: 253

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Thukydides ist zwar einer der meistbehandelten Autoren der Antike, aber an zahlreichen Problemen, die sein politisches Denken berühren, ist die Forschung vorbeigegangen. Eine genaue Untersuchung der Stellung etwa, die er in der von seinen Zeitgenossen lebhaft geführten Debatte über verschiedene Verfassungsformen einnahm, liegt bisher nicht vor. Das politische Denken der Antike findet bis heute auch jenseits der Kreise von Spezialisten intellektuelles Interesse. Im Zentrum der Arbeit von H. Leppin steht ein Text, der zwar kein Dokument expliziter politischer Theoriebildung darstellt, der aber politische Ideen impliziert: das Geschichtswerk des Thukydides über den peloponnesischen Krieg in 8 Büchern. Es wird keine immanente Interpretation des Thukydides vorgelegt, sondern der Text wird in einen bestimmten Rahmen gestellt, weniger durch den Nachweis quellenmäßiger Abhängigkeiten von anderen Autoren als vor allem durch den Vergleich zeitgenössischer Argumentationsweisen und Begrifflichkeiten. Auf diese Weise wird Thukydides' Position innerhalb der politischen Diskussionen seiner Zeit bestimmt. Mit diesem klassischen Thema der althistorischen Forschung eröffnen wir die Reihe der Klio-Beihefte neu.

Musikstudium in der Diktatur

das Landeskonservatorium der Musik, die Staatliche Hochschule für Musik Leipzig in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945

Author: Maren Goltz

Publisher: Franz Steiner Verlag Wiesbaden gmbh

ISBN: 9783515103374

Category: Education

Page: 462

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English Description: The Leipzig Conservatory is the oldest musical establishment today's Germany. Felix Mendelssohn Bartholdy, the most renowned of its founders, upheld it as the standard of an academic training for musicians. Leipzig became a model for Conservatoires in Europe and overseas. But how did its own identity, the structure of the teaching and every day study change after the seizing of power by the Nazis? Maren Goltz is the first to systematically and comprehensively study the historical development of the institution, founded in 1843, during the Third Reich and with this book she also makes a contribution to the study of the history of art and music colleges under a dictatorship. The volume shows that the Leipzig educational institution was not a place of seclusion for music education, untouched by Nazi ideology, but rather its members had to contribute to the direction of Nazi cultural life and to policy requirements, and from the beginning they had to accommodate these things. German Description: Das Leipziger Konservatorium ist die alteste musikalische Lehranstalt auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy, der Renommierteste unter den Initiatoren, erhob den Anspruch einer akademischen Ausbildung von Musikern. Leipzig wurde modellhaft fur Konservatoriums-Grundungen in Europa und Ubersee. Doch wie veranderten sich das Selbstverstandnis, die Strukturen und der Lehr- und Studienalltag des "Kon" nach der Machtubernahme der Nationalsozialisten? Maren Goltz widmet sich erstmals systematisch und umfassend der historischen Entwicklung der 1843 begrundeten Einrichtung im "Dritten Reich" und leistet damit zugleich einen Beitrag zur Erforschung der Geschichte von Kunst- und Musikhochschulen in einer Diktatur. Sie zeigt, dass die Leipziger Lehranstalt kein von der NS-Ideologie unberuhrter Ort der Zuruckgezogenheit der musikalischen Ausbildung war, sondern auch ihre Angehorigen der Ausrichtung des nationalsozialistischen Kulturlebens an politischen Erfordernissen mehrheitlich und von Anfang an Rechnung tragen mussten bzw. wollten.