Die pädagogische Anthropologie von Jean-Jacques Rousseau

Author: Sahar Nazrabi

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3656818754

Category: Education

Page: 17

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Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, , Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff der Anthropologie bezeichnet im allgemein das Wissen und die Wissenschaft des Menschen. Die Pädagogik ist die Wissenschaft die Prozesse der Erziehung, Bildung, des Lernen und Sozialisation wissenschaftlich beobachtet, interpretiert, erklärt und die Auswirkungen dieser Prozesse vorhersagt. Sie stellt alle hieran beteiligten Personen pädagogisches Handlungswissen zur Verfügung. Gegenstand der pädagogischen Anthropologie ist der Mensch und seine Erziehungs- Bildungs- und Sozialisationsverhältnisse. In meiner vorliegenden Hausarbeit werde ich mich auf das Menschenbild von Jean-Jacques Rousseau konzentrieren. Dabei wird von mir der Naturzustand des Menschen und das Ende des Naturzustands beschrieben. Anschließend werde auf seine vom ihm propagiertes Erziehungskonzept der „negativen Erziehung“ eingehen und seine Vision des Menschenwerden und der pädagogischen Raum beschreiben. Da Jean-Jacques Rousseau bekannt ist als der Vordenker der „Erlebnispädagogik“, werde ich diese pädagogische Praxis nach Rousseau beschreiben. Im letzteren Teil meiner Hausarbeit werde ich auf die Dimension der „Subjektivität“ im Bezug der Identitätsbildung näher eingehen.

Handbuch Pädagogische Anthropologie

Author: Christoph Wulf,Jörg Zirfas

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3531189700

Category: Education

Page: 735

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Erziehung, Bildung und Sozialisation basieren auf expliziten und impliziten Annahmen über den Menschen. In einer durch Homogenisierung und kulturelle Diversität bestimmten globalisierten Welt ändern sich diese grundlegend. Die Bedeutung dieser Veränderungen im Hinblick auf Bildung und Erziehung zu erforschen, ist eine zentrale Aufgabe pädagogischer Anthropologie und der in ihrem Rahmen entwickelten Zugänge zum Menschen und seinen Beziehungen zur Welt. Das 'Handbuch Pädagogische Anthropologie' zeigt, wie sich das Themenfeld sich im Dialog mit historischer Anthropologie, Kulturanthropologie und philosophischer Anthropologie entwickelt. Ziel ist es, den Themenkomplex erstmals grundlegend und umfassend zu erschließen.

The Moral Authority of Nature

Author: Lorraine Daston,Fernando Vidal

Publisher: University of Chicago Press

ISBN: 9780226136820

Category: Science

Page: 526

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For thousands of years, people have used nature to justify their political, moral, and social judgments. Such appeals to the moral authority of nature are still very much with us today, as heated debates over genetically modified organisms and human cloning testify. The Moral Authority of Nature offers a wide-ranging account of how people have used nature to think about what counts as good, beautiful, just, or valuable. The eighteen essays cover a diverse array of topics, including the connection of cosmic and human orders in ancient Greece, medieval notions of sexual disorder, early modern contexts for categorizing individuals and judging acts as "against nature," race and the origin of humans, ecological economics, and radical feminism. The essays also range widely in time and place, from archaic Greece to early twentieth-century China, medieval Europe to contemporary America. Scholars from a wide variety of fields will welcome The Moral Authority of Nature, which provides the first sustained historical survey of its topic. Contributors: Danielle Allen, Joan Cadden, Lorraine Daston, Fa-ti Fan, Eckhardt Fuchs, Valentin Groebner, Abigail J. Lustig, Gregg Mitman, Michelle Murphy, Katharine Park, Matt Price, Robert N. Proctor, Helmut Puff, Robert J. Richards, Londa Schiebinger, Laura Slatkin, Julia Adeney Thomas, Fernando Vidal

Jean-Jacques Rousseau

Author: Rainer Bolle

Publisher: Waxmann Verlag

ISBN: 9783830977209

Category: Education

Page: 377

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Rainer Bolle unternimmt in dieser 3. überarbeiteten und erweiterten Auflage seiner Habilitationsschrift von 1995 den Versuch, Rousseaus pädagogische Theorie im Kontext der Differenz von traditioneller Erziehung und Eduktion zu interpretieren, um Rousseaus radikalem Blickwechsel auf die pädagogische Aufgabe auch begrifflich Ausdruck zu verleihen. Damit zeigt Rousseaus Pädagogik auch 2012, im Jahre seines 300. Geburtstages und 250 Jahre nach Erscheinen von Der Gesellschaftsvertrag und von Emile eine erfrischende Brisanz und Aktualität. Bolle zeichnet dabei ein differenziertes Bild des Rousseau’schen Gesamtwerkes, „in dem sich die meisten der bisher beklagten Widersprüche, Aporien und Dichotomien zwischen den einzelnen Schriften, aber auch zwischen Werk und Person, wenn nicht ‚auflösen‘, so doch wenigstens so zueinander fügen lassen, dass sie rational nachvollziehbar erscheinen.“ (S. 13) Der innere Zusammenhang der pädagogischen, anthropologischen und der politologischen Dimension des Gesamtwerkes wird deutlich: Rousseaus Theorie allgemeiner Menschenbildung erweist sich zugleich als politisch engagierte, sozialkritische Gesellschaftstheorie, wobei sein Verständnis von naturgemäßer Eduktion sich weder in einem gesellschaftlich blinden noch utopischen Naturalismus verliert, sondern innerhalb der jeweils gegebenen konkreten gesellschaftlichen Verhältnisse auf Freiheit und Glück der Heranwachsenden zielt und gegen Zwänge gesellschaftlicher und erzieherischer Fremdbestimmung die Integration in die Gesellschaft als Individuierung und als Vorgang moralisch autonomer Subjektwerdung ermöglichen will.

Bildungsgeschichten

Geschlecht, Religion und Pädagogik in der Moderne : Festschrift für Juliane Jacobi zum 60. Geburtstag

Author: Meike Sophia Baader,Helga Kelle,Elke Kleinau

Publisher: Böhlau Verlag Köln Weimar

ISBN: 9783412334055

Category: Religious education

Page: 304

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Jean-Jacques Rousseau - Kritiker oder Vollender der Aufklärung? Eine Analyse auf der Basis des 'Émile'

Author: Maik Bubenzer

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638562603

Category: Education

Page: 18

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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, Note: 1,0, Universität zu Köln (Seminar für Pädagogik), Veranstaltung: Klassiker der Pädagogik, 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Geschichte der Pädagogik gilt die Aufklärung als das „pädagogische Jahrhundert“2 und Jean-Jacques Rousseaus „Émile“ als der Klassiker überhaupt. Rousseau ist einer der meistkommentierten Autoren des 18. Jahrhunderts. Eine große Anzahl bedeutender Schriften hat er vorzuweisen. Wie viele seiner intellektuellen Zeitgenossen hatte er viele Interessen wie u.a. Politik, Philosophie, Botanik, Musik und Pädagogik. In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Jean-Jacques Rousseau ein Vertreter der Aufklärung war oder als ein Kritiker der Epoche gelten kann. Wo finden sich in seinen Konzepten aufklärerische Ideen? Wo weicht er von der geltenden Meinung ab? Als Grundlage für die Beantwortung der Fragen dient das pädagogische Hauptwerk Rousseaus: „Émile oder über die Erziehung“3. „Rousseau ist kein Aufklärer, sondern ein Gegner der Aufklärung“4, das ist eine Position, die vertreten wird. Der Philosoph Karl Vorländer weist auf die Abstammung Rousseaus aus dem Volk und seine Herkunft aus dem demokratisch-protestantischen Genf hin. Die Grundzüge seiner Theorien seien nicht von der Vernunft geleitet, sondern bestünden aus einem „überschwänglichen Gefühl“. Knapp hundert Jahre später ist auch Werner Schneiders der Ansicht, dass Rousseau „als Kritiker der politischen und kulturellen Zustände in Frankreich zum Kritiker des Absolutismus und der Aufklärung überhaupt“5 wurde. Daneben existiert eine andere Sichtweise, die Rousseau in einem anderen Licht erscheinen lässt. Heinz-Otto Sieburg ist der Meinung, dass sich „in Rousseau die französische Aufklärungsbewegung vollendet und zugleich überwunden hat“6. Ruhloff spricht von Rousseau als „Vollender“7 der Aufklärung. Die Bedeutung der Werke und Ideen Rousseaus und sein Platz in der Geschichte der Aufklärungsbewegung ist umstritten. Da verhält sich die wissenschaftliche Forschung heutiger Prägung nicht anders, als die Zeitgenossen Rousseaus im 18. Jahrhundert.

Sozialutopien der Neuzeit

bibliographisches Handbuch. Bibliographie der Quellenn des utopischen Diskurses von der Antike bis zur Gegenwart

Author: Andreas Heyer

Publisher: LIT Verlag Münster

ISBN: 3825819973

Category: Utopias

Page: 713

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Aspekte der Anthropologie und des Erziehungsideals Rousseaus im Kontext seines Werkes „Emile oder über die Erziehung“

Author: Hanna Kunze

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640841425

Category: Education

Page: 15

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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Pädagogik - Reformpädagogik, Note: 1,0, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Man kommt nicht umhin zu verstehen, was Rousseau mit „Natur“ meint, wenn man einen Zugang zu seiner Erziehungstheorie bekommen will. Denkt man sich in seinen Naturbegriff ein, so schließt sich im Hinblick auf den pädagogischen Kontext des "Emile" die Frage an: Was bedeutet dieses Naturverständnis für den Menschen? Was ist seine Natur und wie erzieht man ihn natürlich? Die vorliegende Arbeit soll durch die Betrachtung dreier Begriffe Rousseaus, unter Bezugnahme auf Sekundärliteratur, der Versuch einer Antwort auf diese Frage sein.

Das unvollendete Wesen Mensch: Wie extreme Lebensumstände Wilde Kinder schufen

Author: Irena Eppler

Publisher: Diplomica Verlag

ISBN: 3842898347

Category: Social Science

Page: 124

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Was macht den Menschen zum Menschen? Wie weit ist unser Wesen durch genetische Grundlagen determiniert? Welche Rolle spielt dabei die Umwelt, in der wir aufwachsen, welche die Erziehung und was haben wir eigentlich selbst in der Hand? Schon seit jeher haben sich die Menschen mit der Besonderheit ihres Wesens auseinandergesetzt und versucht solche und ähnliche Fragen zu beantworten. Auch diese Studie nimmt sich solcher Fragestellungen an und zielt darauf ab das Wesen des Menschen von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten und dabei das Besondere, das den Menschen als solchen auszeichnet, herauszufiltern und offenzulegen. Grundlage dieser Untersuchung sind Berichte und Dokumentationen ‘Wilder Kinder’, die in extremen und schicksalhaften Lebensumwelten aufwuchsen und dabei aus verschiedensten Gründen nicht unter menschlichem oder gesellschaftlichem Einfluss standen. Die Analyse und vergleichende Untersuchung ausgewählter Fallbeispiele, wie das Leben der beiden Wolfskinder von Midnapore Amala und Kamala, des isolierten Victor von Aveyron sowie das Schicksal der eingesperrten Genie, stellt zum einen die Anpassungsfähigkeit des Menschen als besonderes Merkmal heraus, zum anderen aber auch seine Unfähigkeit ohne die soziale Nähe anderer Menschen selbst Mensch zu werden.

Jean-Jacques Rousseau. Leben und pädagogisches Werk

Author: Antonia Anzenhofer

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3656757070

Category: Education

Page: 19

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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Pädagogik - Allgemein, Note: 1,3, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Am 28. Juni diesen Jahren wäre der französische Philosoph, Schriftsteller und Pädagoge Jean-Jacques Rousseau 300 Jahre alt geworden. Als Vordenker der Französischen Revolution, der Entfremdungskritik und der Romantik sowie als Kämpfer für eine neue Pädagogik zählt er zu einem der bedeutendsten Wegbereiter der Moderne, dessen beachtlicher politischer und pädagogischer Einfluss im 19. und 20. Jahrhundert unbestritten ist und den kein Denker der letzten drei Jahrhunderte je übertreffen konnte (vgl. Focus 2012). Mit seiner Vorstellung der Menschenrechte und des Gesellschaftsvertrags sowie der Forderung nach der Rückkehr zur Natürlichkeit und Freiheit beschäftigte er sich eingehend und versuchte stets, seine Ideen zu verbreien und durchzusetzen. Zudem wurde er zu einem der wichtigsten Vorreiter der Französischen Revolution (vgl. ebd.). Den Namen Rousseau verbindet man in der eutigen Zeit mit dem Pädagogen der Aufklärung schlechthin, der als der Begründer der Kindheit gilt. Ganz im Gegensatz dazu gilt Rousseau aber auch als frauenverachtender Rabenvater, der alle seine fünf Kinder in ein Waisenhaus gab. Diese Kaltherzigkeit bestimmt das heutige Bild Rousseaus gerade auch deshalb so sehr, weil er als der Erfinder der Kindheit und der modernen Pädagogik zu solcher Skrupellosigt fähig zu sein schien. Dieser Widerspruch, dass ausgerechnet der Mann, der selbst seine Kinder weggab, einen Roman über die richtige Erziehung schrieb, steht im Vordergrund der Erinnerung an ihn (vgl. ebd.). Es taucht immer wieder die berechtigte Frage auf, ob Rousseau demnach also nur ein pädagogischer Hochstapler oder ein völlig praxisferner Theoretiker war. Die folgende Arbeit wird sich mit diesen Fragen befassen, indem vor allem das Leben im zeitgeschichtlichen Kontext, das Werk, der pädagogischen Ansatz und die Bedeutung Jean-Jacques Rousseaus für die Entwicklung der Pädagogik dargestellt werden.

Dictionary of Philosophy and Psychology

Including Many of the Principal Conceptions of Ethics, Logic, Aesthetics, Philosophy of Religion, Mental Pathology, Anthropology, Biology, Neurology, Physiology, Economics, Political and Social Philosophy, Philology, Physical Science, and Education; and Giving a Terminology in English, French, German and Italian

Author: James Mark Baldwin

Publisher: N.A

ISBN: N.A

Category: Philosophy

Page: N.A

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Jean Jacques Rousseau und Alexander Sutherland Neill, Fortschritt, Stagnation oder Rückschritt?

Autopsie zweier pädagogischer Idole

Author: Harald Hirschfeld

Publisher: Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften

ISBN: N.A

Category: Education

Page: 439

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Die durch A.S. Neill und das Schlagwort von der «antiautoritären Erziehung» in den 60-er Jahren ausgelöste Welle pädagogischer Begeisterung veranlasste den Verfasser, dem Gebrauch des Begriffes «Freiheit» in der Erziehung nachzugehen, das vermeintliche Novum auf seine historischen Relationen hin zu überprüfen und damit - in einer Zeit, die den historischen Bezug entbehren zu können glaubte - die geschichtliche Dimension in der Pädagogik selbst erneut ins Blickfeld zu rücken.

Jean Jaques Rousseau's Concept of Society and Government: A Study of the Social Contract

Author: Andrea Becker,Maren Reyelt

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638292002

Category: Political Science

Page: 30

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Seminar paper from the year 2001 in the subject Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal, grade: 1 - (A-), University of Wyoming (Department of Political Science), course: Recent Political Thought, language: English, abstract: “Man is born free and, and everywhere he is in chains. One believes himself the other’s master, and yet is more a slave than they. How did this change come about? I do not know. What can it make legitimate? I believe I can solve this.”1 Regarding this quoted statement, Jean-Jacques Rousseau’s Of the Social Contract or Principles of Political Right (in the following referred to as the Social Contract) of 1762 tries to explain and solve the problems of the society Rousseau lived in with the idea of a somewhat direct democracy and a radical popular sovereignty. Accordingly, the author’s theory is the counterpart to the early liberal Montesquieuian model of a state with a binding constitution, but also to the later classical liberal theories of democracy of John Stuart Mill. In general, Rousseau is known as a representative of the concept of direct democracy and as an intercessor of the identity of governors and the governed. Moreover, he pledged for the inseparability of popular sovereignty. 2 Taking this into consideration, Rousseau’s Social Contract – although censored and prohibited in his own time – remains a key source of democratic belief and is one of the classics of political theory. His theories were viewed so controversially that they were even publicly burned. So, the Social Contract and Emile or on Education (1762) became victims of the flames.3 This was, because basically, the Social Contract argues, that “the first and the most important consequences of the principles established so far is that the general will [volonté générale] alone can direct the forces of the state according to the end of its institution, which is the common good.”4 1 Jean-Jacques Rousseau: The Social Contract and Other Later Political Writings, edited and translated by Victor Gourevitch, Cambridge: Cambridge University Press (Cambridge Texts in the History of Political Thought), 1997, Book I, p. 41. 2 Manfred G. Schmidt: Demokratietheorien. Eine Einführung, 2. Auflage, Opladen: Leske + Budrich, 1997, pp. 23-24. 3 Merle L. Perkins: Jean-Jacques Rousseau on the Individual and Society, Lexington: University Press of Kentucky, 1974, p. 239. 4 Rousseau: The Social Contract, Book II, p. 57.