Der Journalist als Gatekeeper - die Forschungsansätze im Überblick

Author: Katharina Kirsch

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640676149

Category:

Page: 28

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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, Note: 2-, Otto-Friedrich-Universitat Bamberg (Lehrstuhl fur Kommunikationswissenschaften), Veranstaltung: Proseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Vorstellung vom Journalisten als einem "Gatekeeper" - englisch fur Schrankenwarter (vgl. Leo 2003) oder Pfortner (vgl. Systran 2003) - pragte der us-amerikanische Soziologe David Manning White in den funfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Einige Jahre zuvor fand sich der Terminus erstmals bei Kurt Lewin, dessen sozialpsychologische Untersuchungen in den USA der vierziger Jahre Kaufentscheidungsprozesse amerikanischer Hausfrauen zum Gegenstand hatten. In seinen Studien zu gruppendynamischen Prozessen entwickelte Lewin die Theorie, dass nicht alle Mitglieder einer sozialen Gruppe die gleiche Kontrolle auf einen Entscheidungsprozess ausuben. In der Gruppe der amerikanischen Hausfrauen gab es solche, die den Entscheidungsprozess bewusster durchliefen, sodass Lewin den Schluss zog "that social change could best be accomplished by concentrating on those people with the most control over food selection for he home." (Lewin nach Shoemaker 1991: S.6)"

Employer Branding in der Sozialwirtschaft

Wie Sie als attraktiver Arbeitgeber die richtigen Fachkräfte finden und halten

Author: Cornelia Heider-Winter

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3658011963

Category: Business & Economics

Page: 356

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In sozialen Organisationen und im Bildungsbereich werden qualifizierte, erfahrene und engagierte Fachkräfte händeringend gesucht. Employer Branding bietet der Sozialwirtschaft innovative und facettenreiche Antworten, um dem drängenden Fach- und Führungskräftemangel versiert zu begegnen und eine Vorreiterrolle im „War for Talents“ einzunehmen. Denn starke Arbeitgebermarken heben sich von der Konkurrenz ab, schaffen Identität und binden ihre Mitarbeiter nachhaltig. Dieses Buch erklärt, wie die konkrete Planung, Steuerung und Durchführung des Employer-Branding-Prozesses in der Sozialwirtschaft intern und extern gelingt. Die Autorin liefert Antworten auf Fragen zur Organisationsanalyse, Strategiefindung, effizienten Umsetzung sowie zur praxisnahen Evaluation und nachhaltigen Verankerung. Zahlreiche direkt umsetzbare Tipps sowie Beispiele von Arbeitgebern aus dem sozialen und Bildungsbereich geben einen Einblick in die vielfältige Praxis des Employer Brandings.

Journalistik

Medienkommunikation: Theorie und Praxis Band 1: Mediensysteme — Medienethik — Medieninstitutionen

Author: Siegfried Weischenberg

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3322808432

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 388

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In dem insgesamt dreibändigen Lehrbuch wird erstmals der Versuch gemacht, das Fach als (kommunikations-)wissenschaftlichen Lehr- und Forschungsbereich zu identifizieren, seine Gegenstände zu analysieren und das bereitgestellte Wissen zu kanalisieren. Dies geschieht auf der Grundlage einer Systematik, die zu einer breiten Einführung in Konzepte und Probleme aktueller Medienkommunikation führt. Im Zentrum stehen die Bedingungen, welche Mediensysteme für journalistisches Handeln schaffen, Probleme und Perspektiven einer Medienethik sowie ökonomische und organisatorische Zwänge in Medieninstitutionen. Kommunikationstheorie wird dabei - u. a. durch Wiedergabe und Diskussion relevanter Texte - auf Kommunikationspraxis bezogen.

Journalistik

Theorie und Praxis aktueller Medienkommunikation. Band 1: Mediensysteme, Medienethik, Medieninstitutionen

Author: N.A

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3663104311

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 388

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In dem insgesamt dreibändigen Lehrbuch wird erstmals der Versuch gemacht, das Fach als (kommunikations-)wissenschaftlichen Lehr- und Forschungsbereich zu identifizieren, seine Gegenstände zu analysieren und das bereitgestellte Wissen zu kanalisieren. Dies geschieht auf der Grundlage einer Systematik, die zu einer breiten Einführung in Konzepte und Probleme aktueller Medienkommunikation führt. Im Zentrum stehen die Bedingungen, welche Mediensysteme für journalistisches Handeln schaffen, Probleme und Perspektiven einer Medienethik sowie ökonomische und organisatorische Zwänge in Medieninstitutionen. Kommunikationstheorie wird dabei - u. a. durch Wiedergabe und Diskussion relevanter Texte - auf Kommunikationspraxis bezogen. "(...) Es ist ein Lehrbuch der besseren Art: keine Dogmatik, sondern eine kluge Erörterung der drei Bereiche: Rahmenbedingungen der Medien, Medienethik und Medienorganisation. Verschiedene Denktraditionen und Positionen werden knapp beschrieben und sinnfällig diskutiert. Insbesondere die von den Journalisten gern übergangene Frage nach der Legitimation ihres Tuns, also nach Medienethik, wird profund und allgemeinverständlich abgehandelt: Für Journalisten ein Buch zum Weiterdenken." sage & schreibe 1/1992 "(...) Das Buch zeichnet sich aus durch eine breite Perspektive auf Geschichte und Gesellschaft, ohne deshalb die pragmatischen Aspekte aus den Augen zu verlieren. Mit anderen Worten: Es hält die Balance zwischen der Einführung in eine wissenschaftliche Disziplin (die noch Probleme mit ihrer Selbstdefinition und ihrer Abgrenz

Der Internet-Press-Room als Schnittstelle zwischen PR und Journalismus

Author: Katja Stöcker

Publisher: diplom.de

ISBN: 3832473068

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 202

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Inhaltsangabe:Einleitung: Es ist ein Tanz. Und wenn wir miteinander tanzen, einen Foxtrott oder einen Blues, dann ist die Frage, wie sehr beeinflussen sie [die Journalisten] mich, selbst wenn ich führe. Natürlich beeinflussen mich die Journalisten, denn wenn sie hüftstark sind, dann muss ich anders tanzen als wenn sie 1,60m groß sind. Tanzen? Dazu gehören im Allgemeinen zwei Personen, die sich im Rhythmus aneinander anpassen, sich beim Schwung über das Parkett beeinflussen und letzten Endes einen gemeinsamen Tanz ermöglichen. Wie der PR-Mitarbeiter im eingangs erwähnten Zitat beschreibt, trifft das Bild des Tanzes offenbar auch auf die Berufsgruppen der PR und des Journalismus zu: Es kommt zum gegenseitigen Anpassen, Beeinflussen und Ermöglichen. Sich aufeinander einstellen, die Befindlichkeiten des anderen kennen und diese beachten das sind Postulate, die für einen gelungenen Foxtrott oder Blues genauso unabdingbar sind wie für die Arbeit der PR-Mitarbeiter und Journalisten. Der Journalist würde ohne die Information aus der PR-Abteilung eines Unternehmens seinen Fachartikel vermutlich nur schwer schreiben können. Ebenso würde der PR-Mitarbeiter ohne die Journalisten auf mühsamere Weise die Unternehmensinformationen an die breite Öffentlichkeit oder zu einzelnen Zielgruppen bringen. Offen ist, inwieweit die PR-Seite die Journalisten beeinflusst und sich an deren Regeln und Routinen anpasst. Natürlich ist es auch wichtig zu klären, inwieweit die Journalisten die PR-Mitarbeiter beeinflussen und sich an deren Arbeitsweisen anpassen. Das Verhältnis zwischen PR und Journalismus ist in der Kommunikationswissenschaft ein oft thematisiertes Forschungsfeld. Meist wurde dieses im Zusammenhang mit der Berichterstattung in Tageszeitungen (Politik, Wirtschaft, Sport, Lokales etc.) untersucht. Die Befunde sind heterogen und führen zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Rückschlüssen. Studien zu sehr speziellen Fachbereichen stehen noch aus. Die vorliegende Arbeit will nach der theoretischen Einordnung als erstes Forschungsziel überprüfen, wie sich das Verhältnis zwischen PR und Journalismus mit Hilfe eines Basismodells speziell in der deutschen Mobiltelefon-Hersteller-Branche beschreiben lässt. Ausgangspunkt für die Darstellung der Einflussbeziehungen zwischen den PR-Mitarbeitern und Fachjournalisten ist das Internet. Das zweite Forschungsziel besteht damit in der Bestandsaufnahme von Internet Press Rooms der am deutschen Markt aktiven [...]

Politik und Medien

Zur Interaktionsdynamik zweier sozialer Systeme

Author: Daniel Delhaes

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 9783322804235

Category: Political Science

Page: 215

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Das Buch untersucht das Verhältnis von Politik und Medien in der modernen Kommunikationsgesellschaft. Anhand öffentlich kontrovers diskutierter Themen unter der ersten rot-grünen Bundesregierung wird gezeigt, dass Medien einer eigenen Systemlogik folgen und sich nicht von Politik steuern lassen.

Theorien der Nachrichtenselektion

Author: Peter Rusow

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640515595

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 21

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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, Note: 2,0, Universität Hamburg, Veranstaltung: Mediensystem der BRD, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn wir alles, was wir über die Welt wissen, durch die Massenmedien erfahren; diese aber fast alles aussortieren und uns nur ein Bruchteil dessen präsentieren, was tatsächlich passiert ist, dann stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien die zuständigen Stellen entscheiden, was uns präsentiert wird. Wenn andere darüber entscheiden, was wir wissen sollen und was nicht, dann müssen wir klären, wie es zu diesen Entscheidungen kommt. Wir müssen uns also auf die Suche nach den Mechanismen und Bedingungen der Nachrichtenselektion machen. Die wichtigsten Forschungsrichtungen dieses Gebietes soll diese Arbeit aufzuzeigen und analysieren. Dies sind die Gatekeeper-Forschung, die „News Bias“-Forschung und die Nachrichtenwert-Forschung.

Gatekeeperforschung

Author: Kristin Simon

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638351017

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 7

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Fachbuch aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Veranstaltung: Theorien der Nachrichtenauswahl, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Psychologe Kurt Lewin führte den Begriff des „Gatekeepers“ ein. Seiner Theorie zufolge wirken bestimmte Stellen in Kommunikationskanälen als Pforten für den Nachrichtenfluss. Diese Pforten werden entweder durch neutrale Regeln, oder aber durch Individuen oder Gruppen, so genannte „Gatekeeper“, beeinflusst. Diese Gatekeeper entscheiden jeweils über die erfolgreiche Weiterleitung einer Nachricht. Seit diesem Ansatz gab es verschiedene Studien und es wurden Theorien entwickelt, um den Prozess der fortwährenden Nachrichtenselektion zu erklären. Diese kann man in drei Hauptgruppen unterteilen: individualistische Untersuchungen, den institutionellen Ansatz und kybernetische Studien. Im nachfolgenden Exposee sollen die drei Ansätze kurz erklärt werden.

Medien-Priming in der Politik

Author: Isabell Massing

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3656236038

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 13

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Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 2,0, Rheinische Fachhochschule Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung 2. Begriffliche Grundlagen 2.1 Medien- Priming 3. Medien- Priming in der Politik 3.1 Priming- Effekte im Wahlkampf 3.2 Priming- Effekte am Beispiel des Golfkrieges 4. Fazit Einleitung Medien- Priming ist ein kognitiver Medieneffekt, welcher eine große Bedeutung in der Medienwirkungsforschung hat. Unter Medien- Priming wird der Prozess verstanden, wie in der massenmedialen Berichterstattung bestimmte Themen hervorgehoben werden und im zweiten Schritt bei den Rezipienten Gedanken und Vorstellungen aktivieren. Durch Medien- Priming sind bedeutende Prozesse beispielsweise in der Politik zu erklären, insbesondere beim Thema Wahlkampf. Das Untersuchungsziel dieser Arbeit liegt darin, den Zusammenhang zwischen Medien- Priming und der Politik herauszuarbeiten. Dies soll anhand der folgenden Forschungsfragen erfolgen: Beeinflusst Medien- Priming die Einstellungen der Rezipienten zur Politik? In welchem Ausmaß beeinflusst Medien- Priming die Einstellung der Rezipienten zur Politik? Um diese Forschungsfragen zu beantworten, werden im ersten Teil dieser Arbeit die entsprechenden Grundlagen zu dem Begriff Medien- Priming näher erläutert. Darauf aufbauend folgt eine Analyse der möglichen Auswirkungen des Medien- Priming in der Politik.

Jean Baudrillards Medientheorie im Spiegel aktueller Entwicklungen zu einem partizipativen Journalismus

Author: Enrico Günther

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640470168

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Page: 40

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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, Note: 1,0, Freie Universitat Berlin (Institut fur Publizistik- und Kommunikationswissenschaft), Veranstaltung: Medientheorien im Uberblick, Sprache: Deutsch, Abstract: ...] die Medien sind dasjenige, welche die Antwort fur immer untersagt, das, was jeden Tauschprozess verunmoglicht" (Baudrillard 2004: 284) Diese zentrale Aussage aus Jean Baudrillards Aufsatz Requiem fur die Medien" deutet auf den finalen Ausweg hin, den der franzosische Soziologe fur das Mediensystem vorsieht: Um eine Antwort auf medial vermittelte Aussagen wiederherzustellen, mussten fruher oder spater das Mediensystem und der Begriff Medium" verschwinden (vgl. Baudrillard 2004: 284/290). Mittlerweile sind seit dem ersten Erscheinen dieses medienkritischen Aufsatzes fast 40 Jahre vergangen. In dieser Zeit kam es im Bereich der interpersonalen und der publizistischen Kommunikation durch die fortschreitende Entwicklung des Internets zu tiefgreifenden Veranderungen, die auch die Medienlandschaft verandert haben. Web 2.0 ist das Stichwort, das Plattformen zusammenfasst, die allesamt auf Interaktivitat, Partizipation und mediale Selbstverwirklichung ihrer Nutzer ausgerichtet sind. Dieser Trend hat auch im journalistischen Bereich zu Innovationen beigetragen, die man als Formen partizipativen Journalismus' bezeichnet. Dabei wird der redaktionelle Inhalt einiger publizistischer Medien nicht mehr durch professionelle Journalisten kreiert, sondern durch Laien, sogenannte Burger-Journalisten" (vgl. z.B. Brauck/ Muller 2009: o.S.). Diese Hausarbeit soll nun der Frage nachgehen, inwiefern man aktuelle Entwicklungen hin zu einem partizipativen Journalismus im Internet im Kontext Baudrillards Medientheorie reflektieren kann. Ermoglicht partizipativer Journalismus die von Baudrillard geforderte Reziprozitat der Medien? Oder bleiben auch solche Medien Systeme, die den Austausch von Rede und Antwort verhindern?"

Gatekeeper trifft auf modernen Journalismus

Gatekeeper-Tätigkeiten, ihre wichtigsten Auswahlkriterien und ein Ausblick in die Zukunft

Author: Lukas Sorge

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3668178062

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 18

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Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, SRH Hochschule Calw, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Wissenschaftlichen Seminararbeit befasst sich der Autor mit dem Grundgedanken der Gatekeeper-Theorie. Grundfragen dieser Problemstellung sind zum Beispiel, wie sich die Gatekeeper verändert haben. Braucht unsere Gesellschaft in Zeiten des Web 2.0 überhaupt noch Menschen, die Nachrichten für uns selektieren? Wie steht der Journalist als Gatekeeper zu Blogs, Online-Nachrichten und Co.? Wird er vom Gatekeeper zum Gatewatcher? Nachdem zunächst die Grundlagen der Nachrichtenselektion durch Journalisten und die ersten Ansätze nach Lewin, White und Lippmann erklärt werden, steigt der Text tiefer in die Materie eines Journalisten und seiner gesellschaftlichen Rolle ein, und zeigt eine Zusammenfassung der wohl wichtigsten Auswahlkriterien der Gatekeeper nach Galtung und Ruge, Schulz, Stab, Pürer und weiteren bekannten Kommunikationsforschern auf. Zu guter Letzt stellt der Autor Veränderungen im Wesen der Gatekeeper im Laufe der Forschung fest, ermittelt in welchem Bild sie sich gerade befinden und gibt einen Ausblick in die nahe Zukunft ab.

Die Wissenskluft-Hypothese

Author: Evelyn Glose

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638914119

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Page: 40

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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Institut fur Kommunikationswissenschaft), Veranstaltung: Proseminar: Theorien und Modelle der Massenkommunikation, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Jeden Tag neue Schlagzeilen, stundenweise horbare Nachrichten, immer wieder neue Erkenntnisse und Wahrheiten, kommuniziert uber mehrere Kanale gleichzeitig. Die 24-Stunden-Informationsmoglichkeit ist das Verdienst der Massenmedien. Doch bedeutet mehr Information und ein besserer Informationszugang auch gleichzeitig mehr Wissen? Die Diffusionsforschung als Teil der Medienwirkungsforschung geht genau davon aus, namlich dass Informiertheit in einem Sozialsystem gleichmassig wachst, wenn auch der Informationsfluss steigt (vgl. Bonfadelli 2002: 579). Die Wissenskluft-Hypothese ist genau der entgegengesetzten Meinung: Nach ihr besteht ja gerade der Normalfall darin, dass auch bei einem voll ausgebildeten Mediensystem die Information sehr ungleichmassig bzw. heterogen erfolgt." (Bonfadelli 2002: 579) Sie wendet sich damit von der in den 1970er Jahren dominierenden, so genannten Klassischen Wirkungsforschung ab, die sehr stark auf inhaltsspezifische, kurzfristige, individuumsbezogene und einstellungszentrierte Medienwirkungen fixiert war" (Bonfadelli 2002: 578). Die Wissenskluftforschung manifestiert sich auf der Makroebene, d.h. sie berucksichtigt die Offentlichkeit und untersucht langerfristige kognitive Effekte der Massenmedien (vgl. Bonfadelli 2002: 579). Die vorliegende Arbeit stellt die ursprungliche Wissensklufthypothese sowie deren Weiterentwicklungen vor. Aus Platzgrunden werden nur die drei wichtigsten Weiterentwicklungen berucksichtigt. Besonders interessant, da aktualitatsbezogen, wirkt die Wissenskluftforschung in bezug auf die Neuen Medien: Inwieweit tragt das Internet zur Digitalen Spaltung" (Arnhold 2003: 9) der Gesellschaft bei? Diese"

News Bias. Journalisten als zentrale Vermittler von Ereignissen via Massenmedien

Author: Kristin Simon

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638358429

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 9

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Essay aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,7, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Institut für Deutsche Philologie), Veranstaltung: Theorien der Nachrichtenauswahl, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie werden aus Ereignissen Nachrichten? – Diese zentrale Frage steht im Mittelpunkt der Forschungstradition der Nachrichtenauswahl. Verschiedene Ansätze versuchen die Kriterien, die für die Selektion entscheidend sind, zu erklären. Gatekeeperstudien befassen sich auf verschiedenen Ebenen mit den Entscheidungsträgern, die den Nachrichtenfluss kontrollieren. Die Nachrichtenwerttheorie versucht, Selektion durch die Wesensmerkmale eines Ereignisses zu begründen. Ansätze der News Bias Forschung hingegen konzentrieren sich auf den Journalisten als zentralen Vermittler von Ereignissen via Massenmedien, wobei dieser in dem Prozess von seinen Einstellungen beeinflusst wird und der Vorgang der Selektion somit subjektiv ist. Der Journalist ‚erschafft’ Nachrichten erst durch Beobachtung und Bearbeitung von Geschehen. Die News Bias Forschung hat die Zielsetzung, die daraus resultierenden Einseitigkeiten, Unausgewogenheiten und politische Neigungen in der Berichterstattung zu erkennen und zu erklären. Dazu wurden in verschiedenen Studien vorrangig Wahlen und politische Konflikte untersucht. In diesem Exposee sollen kruz die verschiedenen Forschungsansätze der News Bias-Forschung dargestellt werden.

Das Internet in Wahlkämpfen

Konzepte, Wirkungen und Kampagnenfunktionen

Author: Andreas Jungherr,Harald Schoen

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3658010126

Category: Political Science

Page: 185

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Das Internet ist aus Wahlkämpfen in vielen Ländern kaum mehr wegzudenken. Politiker und Kampagnenstäbe setzen das Internet als Wahlkampfinstrument ein. Bürger nutzen das Internet, um sich über Politik zu informieren oder in das politische Geschehen einzugreifen. Obwohl das Internet zum Kampagnenalltag gehört, herrscht vielerorts noch Unsicherheit über Einsatzmöglichkeiten und Wirkungen des Internets in Wahlkämpfen. Der vorliegende Band stellt daher kompakt den aktuellen Stand der Forschung zur Nutzung, Bedeutung und Wirkung des Internets in Wahlkampagnen in den USA und in Deutschland dar. So trägt er zu einem fundierten Verständnis von Wahlkämpfen im Internetzeitalter bei.​

Was vom Krieg übrig bleibt

Unfriedliche Beziehungen in Sierra Leone

Author: Anne Menzel

Publisher: transcript Verlag

ISBN: 3839427797

Category: Political Science

Page: 404

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Wie ordnen sich gesellschaftliche Verhältnisse nach kriegerischer Gewalt neu? Und wie gehen Betroffene und Beteiligte mit weiterhin bestehenden unfriedlichen Beziehungen um? Am Fallbeispiel Sierra Leone untersucht Anne Menzel die Trennlinie zwischen der Zivilbevölkerung und (ehemaligen) Kämpfern, die sowohl in der Forschung zu Nachkriegsgesellschaften als auch in der Peacebuilding-Praxis meist als gegeben angesehen und ganz selbstverständlich gezogen wird. Ihre Studie eröffnet neue und überraschende Perspektiven, indem sie Einblick in das Entstehen und in die andauernde Praxis einer lokalen »Ästhetik der Gefährlichkeit« gibt, in der sich gerade keine eindeutige Trennung von Exkombattanten und Zivilbevölkerung ausmachen lässt.

Unternehmerfamilien

Über den Einfluss des Unternehmens auf Lebenslauf, Generationenbeziehungen und soziale Identität

Author: Isabell Stamm

Publisher: Verlag Barbara Budrich

ISBN: 3847403036

Category: Social Science

Page: 399

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Diese empirische Untersuchung zeichnet ein Portrait moderner Unternehmerfamilien – eine soziale Einheit, die bisher im wissenschaftlichen Diskurs wenig Beachtung gefunden hat. Erkenntnisleitend sind die Begriffe Lebenslauf, Biografie und alltägliche Lebensführung. So soll – im Gegensatz zu systemtheoretischen Perspektiven – das „ganze Leben“ der Unternehmerfamilien in den Blick genommen werden.

Der Irakkrieg 2003 im deutschen Fernsehen

Eine quantitative Inhaltsanalyse von 'tagesschau' und 'RTL aktuell'

Author: Cindy Thiele

Publisher: diplom.de

ISBN: 3842806272

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 192

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Inhaltsangabe:Einleitung: Kriege und Katastrophen sind allgegenwärtig, auch wenn sie wohl kaum einer von uns jemals am eigenen Leib miterleben musste. Unser Wissen darum ist jedoch durch die audiovisuellen Medien so umfangreich und aktuell wie nie zuvor. So sind die schrecklichen Bilder des 11. Septembers 2001, die wir zumeist vom heimischen Wohnzimmer aus miterlebten, unvergessen. Im Golfkrieg 1991 waren wir ebenfalls live dabei: Die Objektive der Kameras und die Augen und Ohren der Journalisten waren stellvertretend an unser statt vor Ort. Modernste Kommunikationstechnik lieferte die Eindrücke der Reporter in Sekundenschnelle auf unsere Fernsehbildschirme. Doch Medien, die über Kriege und Konflikte berichten, geraten schnell selbst ins Gefahr: Während das Publikum nach immer aktuelleren Informationen und Bildern verlangt, erweist sich deren Beschaffung im Kriegsgebiet als große Herausforderung. Gerade Fernsehjournalisten, die permanentem Aktualitäts- und Konkurrenzdruck ausgesetzt sind, laufen dabei Gefahr, von politischen Interessen instrumentalisiert zu werden. Zu den Waffen moderner Kriegsführung gehört nicht zuletzt der Versuch, Informationen und Bilder gezielt zu steuern, zu verteilen oder auch zu verknappen. Seit Beginn der Geschichtsschreibung war der Einsatz von Propaganda ein entscheidender Aspekt der Kriegsführung . Die Beschaffung von Informationen wird zudem durch das medienpolitische Instrument der Zensur erschwert, das zum Schutz der eigenen Truppen die Freiheit der Berichterstattung in Kriegs- und Krisenzeiten einschränkt. Dieser Umstand wirkt sich für die Kriegsreporter äußerst nachteilig aus: Der Mythos vom unblutigen und sauberen Krieg in Afghanistan war letztendlich auch dem Umstand geschuldet, dass Berichterstattern der Zugang zum Kriegsgeschehen, seiner Toten und Verletzten verwehrt blieb. Die Beschränkungen, die die Journalisten im zweiten Golfkrieg hinnehmen mussten, waren gleichsam Resultat des Versuchs, Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen: Fernsehteams, zudem nur amerikanischen, war der Zugang zum Kriegsgeschehen lediglich im Pool-System an ausgewählten Kriegsschauplätzen möglich. Auf irakischer Seite zensierten Mitarbeiter des Informationsministeriums die produzierten Bilder, von denen einzig die Aufnahmen von CNN-Reporter Peter Arnett den Weg in die deutschen Sendeanstalten fanden. Das Dilemma, dass sich daraus ergab, ist schnell auszumachen: Wie berichten, wenn die Information nicht selbst überprüfbar ist? [...]

Phänomen Shitstorm

Herausforderung für die Onlinekrisenkommunikation von Unternehmen

Author: Christian Salzborn

Publisher: Tectum Wissenschaftsverlag

ISBN: 3828868509

Category: Business & Economics

Page: 452

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Hate Speech, alternative Fakten und Shitstorms. Das Internet bringt neben zahlreichen Chancen und Möglichkeiten auch viele Gefahren mit sich. Vor allem Letztere stellen die Krisenkommunikation von Unternehmen vor immer neue Herausforderungen. Innerhalb kürzester Zeit kann es zu einer Ansammlung von kritischen, teils hämischen und im höchsten Maße geschäftsschädigenden Kommentaren kommen. Obwohl das Shitstorm-Phänomen seit Jahren die Diskussion über die Vor- und Nachteile der digitalen Welt prägt, fehlte es bislang an einer umfassenden Forschung: Wie entsteht ein Shitstorm und wie lange dauert er? Welche Plattformen sind davon betroffen, welche Themen involviert und wie lassen sich die beteiligten Akteure beschreiben? Haben Shitstorms längerfristige Folgen und mit welchen Mitteln können sich Unternehmen dem entgegenstellen und schlimmeren Schaden abwenden? Vier Jahre lang hat Christian Salzborn im Rahmen seiner Dissertation Unternehmens-Shitstorms untersucht und zeigt nun mithilfe einer theoretisch fundierten empirischen Untersuchung die zentralen Charakteristika und Strukturen des Phänomens auf. Aufbauend darauf stellt er drei unterschiedliche Shitstorm-Typen vor und gibt umfassende Handlungsempfehlungen für die Krisenkommunikation von Unternehmen.

Die Netzbewegung

Subjektpositionen im politischen Diskurs der digitalen Gesellschaft

Author: Kathrin Ganz

Publisher: Verlag Barbara Budrich

ISBN: 3847411292

Category: Social Science

Page: 310

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Die Netzbewegung setzt sich ein für Informationsfreiheit, Datenschutz und Netzneutralität, gegen Zensur und Überwachung, kurz: für ein freies Internet. Dabei positionieren sich die Aktivist_innen als Avantgarde der digitalen Gesellschaft. Mit ihrer intersektionalen und hegemonietheoretischen Analyse zeigt die Autorin, wie die Forderungen der Netzbewegung und auch die Akteur_innen selbst gesellschaftlich verortet sind und geht der Frage nach, wie sich soziale Ungleichheit in den politischen Diskurs der digitalen Gesellschaft einschreibt.